Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Waffen und Munition

Behältnisart Langwaffen Kurzwaffen Munition

Stahlschrank mit Schwenkriegelverschluss (ohne Klassifizierung)

Nein

Nein

Ja

Stahlschrank Sicherheitsstufe A (VDMA 24992)

bis zu 10

Nein

im abschließbaren Innenfach

Stahlschrank Sicherheitsstufe A (VDMA 24992) mit abschließbarem Innenfach Sicherheitsstufe B (VDMA 24992)

bis zu 10

bis zu 5 im Innenfach

zusammen im abschließbaren Innenfach

Stahlschrank Sicherheitsstufe B (VDMA 24992) ohne Innenfach

Unbegrenzt

bis zu 10*

Nein

Stahlschrank Sicherheitsstufe B (VDMA 24992) mit abschließbarem Innenfach

Unbegrenzt

bis zu 10*

zusammen im abschließbaren Innenfach

Sicherheitsbehältnis Widerstandsgrad (DIN/EN 11443-1 oder gleichwertig)

Unbegrenzt

bis zu 10*

Ja (ohne räumliche Trennung)

Sicherheitsbehältnis Widerstandsgrad 1 (DIN/EN 11443-1 oder gleichwertig)

Unbegrenzt

mehr als 10

Ja (ohne räumliche Trennung)

Grundsätzlich ist eine sog. „Überkreuzaufbewahrung“ von Munition erlaubt, d.h., dass Waffen und nicht dazugehörige Munition können je nach Art des Behältnisses gemeinsam gelagert werden.

Wer Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass die Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen können. Grundsätzlich sind auch der (Ehe)Partner oder andere in der Wohnung lebende Personen unbefugt.

Die Aufbewahrung von Waffen und Munition ist in § 36 Waffengesetz (WaffG) sowie in den §§ 13 und 14 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) geregelt.

• Waffenbesitzer haben die getroffenen Maßnahmen zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition der zuständigen Behörde nachzuweisen (§ 36 Abs. 3 S. 1 WaffG).

Die Waffenbehörde kann die Einhaltung der Aufbewahrungsvorschriften
verdachtsunabhängig überprüfen. Besitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen haben der Behörde zum Zwecke der Überprüfung Zutritt zu den Räumen zu gestatten, in denen die Waffen oder die Munition aufbewahrt werden.

Die Kontrolle der Aufbewahrung kann ohne vorherige Ankündigung erfolgen. Wer den sofortigen Zutritt zum Aufbewahrungsort der Waffen und Munition verweigert, muss wegen der zu respektierenden Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 GG) zwar nicht mit einer Durchsuchung gegen seinen Willen rechnen. Bei Verweigerung der Mitwirkungspflicht wird jedoch die erforderliche Zuverlässigkeit des
Waffenbesitzers angezweifelt.

Rechtsfolgen

Wer seine Waffen und Munition nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen aufbewahrt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann. Wer vorsätzlich gegen die Aufbewahrungsfristen verstößt und dadurch die Gefahr verursacht, dass Schusswaffen und Munition abhanden kommen oder Unbefugte zugreifen, begeht eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
oder Geldstrafe geahndet wird.

Weiterhin führt die nicht sichere Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition zur Unzuverlässigkeit des Waffenbesitzers und damit zum Widerruf der Waffenbesitzkarte.

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Quelle: djz.de


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